Die ost-ägäischen Inseln liegen vor der Nordwestküste der Türkei und sind geprägt von üppiger Vegetation, unzähligen Quellen, ausgedehnten Kiefernwäldern, wunderbaren Badebuchten und malerischen Fischerorten.
Die wichtigsten Inseln der Gruppe sind das beliebte Samos, das malerische Lesbos und das eher beschauliche Ikaria.
Informationen zur Ost-Ägäis
Land und Leute
Durch die Nähe zum kleinasiatischen Festland profitieren die Inseln von kontinentalen Niederschlägen im Winter und trockenen, heissen Sommer. Entsprechend fruchtbar sind die Landschaften: Olivenhaine und Pinienwälder prägen das Bild. Wein von Samos, und das Olivenöl von Lesbos sind weit über die Grenzen Griechenlands hinausbekannt. Der Einfluss von drei Kulturen - Europa, Asien und Afrika - hat Spuren in der Architektur, der Kunst und der Geschichte hinterlassen.
Essen und Trinken
Die fruchtbaren Inseln bieten ein breites Angebot an Früchten, Gemüse und Kräutern, die frisch und meist schlicht zubereitet werden. Fisch ist hier eher teuer, Fleischgerichte sind dafür in grosser Vielfalt zu geniessen. Lesbos produziert für viele den besten Feta, Samos herrlich süssen Muskatellerwein, der auf der Insel meist zusammen mit einem Glas Wasser serviert wird. Unbedingt probieren sollten Sie die selbst gemachten Glacen: Diese werden oft nach türkischen Rezepten hergestellt und können es jederzeit mit den hoch geloben italienischen Gelatis aufnehmen. Und auf Lesbos sollten Sie natürlich den Ouzo kosten: Alleine auf dieser Insel gibt es 28 Brennereien, und viele sagen, jener von Plomari sei der beste überhaupt.
Sport und Freizeit
Wassersport, Rad Fahren und Wandern sind auf diesen Inseln ein Genuss: Die ostägäischen Inseln haben eine lange, teils ruhmvolle Geschichte hinter sich - und bieten entsprechend viele Sehenswürdigkeiten. Diese lassen sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, per Mietauto oder Motorrad und zu Fuss bestens erreichen. Lohnend sind auch Tagesausflüge in die benachbarte Türkei oder Insel-Kombinationen. Wegen der guten Winde wird die Gegend auch von Seglern sehr geschätzt. Angeboten werden Eintages- oder Mehrtagestouren, Segelvorkenntnisse sind nicht zwingend nötig. Die Inseln der Ost-Ägäis bieten zahlreiche herrliche Strände mit hervorragender Infrastruktur. Sie finden aber auch einsame, unberührte Buchten und kleine, menschenleere Strände mit wunderbar klarem Wasser.
Inseln der Ost-Ägäis
Lesbos
Auf dieser Insel hat der Tourismus relativ spät und in kleinerem Mass Einzug gehalten hat, daher sind Mentalität und Lebensart noch typisch griechisch: freundlich, natürlich, aufgeschlossen und ziemlich locker: Sigá, sigá - langsam, langsam - heisst hier Devise. Eine ganz spezielle Sehenswürdigkeit auf Lesbos ist der so genannte Versteinerte Wald: Die versteinerten Bäume aus dem Erdaltertum, sind eine naturgeschichtliche Sensation. Die berühmteste Dichterin der Antike, Sappho, hat auf dieser Insel gelebt. Der Begriff lesbisch geht auf sie und ihr Werk zurück, da viele ihrer Liebesgedichte homoerotische Beziehungen antönen. Im Frühling kommen hier Tausende von Zugvögeln durch - viele Vogelfreunde kommen in April und Mai hierher und können in einer Woche mit etwasGlück bis zu 180 verschiedene Arten zählen.
Samos
In der Antike wurde diese Insel wegen ihrer Fruchtbarkeit «Insel der Seligen» genannt - und der Name passt auch heute noch: Silbrig schimmernde Olivenhaine und bis ans Meer reichende Pinienwälder, dunkelgrüne Zypressen, üppige Weinberge, weite Strände und abgelegene Badebuchten machen die Insel zu einem wahren Ferienparadies. Ein berühmter Sohn der Insel war Pythagoras, der grosse Mathematiker, mit dessen Satz a²+b² = c² wohl auch Sie in der Schule traktiert wurden.

