griechenland

Antike Stätte Olympia

Antike Stätte Olympia

Inmitten einer idyllischen Landschaft und nur 15 Kilometer von der Küste entfernt liegt die beeindruckende antike Ausgrabungsstätte Olympia. Hier wurden einst die Olympischen Spiele der Antike ausgetragen.

Weitere Sehenswürdigkeiten im Westen des Peloponnes

Heilquellen von Loutra Kyllini

Loutra Kyllini ist bekannt wegen der Heilquellen, die seit der Antike sprudeln. Sie sollen bei Asthma, Bronchitis, Hautkrankheiten und Rheuma helfen.

Varthomolio

Varthomolio ist ein pittoreskes Örtchen, etwa 10 Kilometer von Loutra Kyllini entfernt und abseits der Touristenpfade. Hier laden preiswerte Tavernen mit guter griechischer Küche zu einem gemütlichen Abendessen ein.

Kalogria

Kalogria ist bekannt für seinen wunderschönen Sandstrand, der in den Strofilia-Küstenwald mit Schirmpinien und Aleppokiefern übergeht. Die Umgebung ist Schwemmland.

Hängebrücke Harilaos Trikoupi führt von Rion nach Antirio

Harilaos Trikoupi

Die moderne und beeindruckende Hängebrücke Harilaos Trikoupi führt von Rion nach Antirio und verbindet die peloponnesische Halbinsel mit dem Festland. Hier lohnt sich ein Besuch des romantischen Städtchens Nafpaktos.

Olympia - Nationalheiligtum aller Griechen

Dem griechischen Gott Zeus geweiht

Die Ruinen von Olympia liegen an einer der schönsten Stellen des Peloponnes, auf einem mit Kiefern bestandenen Hügel zwischen zwei Flüssen, inmitten von Oliven- und Eukalyptusbäumen, Pinien und Kiefern. Seit 776 v. Chr. kämpften hier in einem Turnus von vier Jahren ausschliesslich männliche Athleten um Ehre und Ruhm. Die Bedeutung der Olympischen Spiele war vor allem deshalb so gross, weil während der Wettkämpfe zwischen den ansonsten verfeindeten Staaten ein sogenannter «Götterfriede», also ein Waffenstillstand herrschte. Es wurden Rennen über verschiedene Laufstrecken, Ring-, Faust- und Fünfkämpfe, Wagenrennen und Waffenläufe durchgeführt. Wie in der heutigen Zeit war bereits die Teilnahme an den Spielen Ehre genug. Der Beste unter den Besten erhielt als Siegespreis einen Zweig, geschnitten vom heiligen Ölbaum des Zeus, dem die Spiele geweiht waren. Zurück in seiner Heimatstadt wurde der Sieger gross gefeiert und mit Oden und Geld überhäuft.

Verbot und Zerstörung, Wiederaufbau und Neubeginn

426 n. Chr. - also fast 1'200 Jahre später - verbot das Christentum die heidnischen Spiele. Ein Erdbeben zerstörte die Kultstätte und liess sie unter Schlamm und Geröll verschwinden. Ab 1875 wurden durch deutsche Archäologen systematisch Bereiche der antiken Stätte freigelegt. Die Ausgrabungen dauern bis heute an präsentierten immer wieder Bauten, die bislang nur aufgrund von schriftlichen Quellen bekannt waren und erst jetzt lokalisiert werden konnten.

Die Olympische Spiele der Neuzeit finden seit 1896 alle vier Jahre statt, seit 1924 auch im Winter. 1992 wurden Winter- und Sommerspiele letztmalig im selben Jahr veranstaltet, seitdem alternieren sie im zweijährigen Rhythmus.

Olympia in der Gegenwart

Mehr als 800'000 Besucher lockt die antike Stätte jährlich an. Die Bewohner des kleinen Dorfes Olympia leben fast ausschliesslich vom Tourismus. Vom Ortszentrum aus führt ein kurzer Fussweg zu einer Brücke und weiter zum Ausgrabungsgelände. Zu den wichtigsten Bauten gehören die Fundamente des gewaltigen Zeustempels aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. sowie die Reste des älteren und kleineren Heratempels. Hier wird jeweils das Olympische Feuer gezündet. Interessant ist auch die Werkstatt des Phidias, der hier ein monumentales Zeus-Standbild aus Holz, Elfenbein und Gold schuf. Das Kultbild galt als eines der sieben antiken Weltwunder und ist leider nicht mehr vorhanden.

Weitere Höhepunkte eines Besuches der Ausgrabungsstätte sind die Überreste des Gymnasion, der Palästra (Gelände für Kampfsportarten) und das Leonidaion (Gästehaus).

Ebenfalls einen Besuch wert sind folgende Museen in Olympia:

  • Archäologisches Museum - beherbergt einige der berühmtesten Werke griechischer Kunst
  • Museum der Ausgrabungsgeschichte - Kleines Einraummuseum mit Fotos und Dokumentationen zur Arbeit der Archäologen
  • Museum der Geschichte der Olympischen Spiele - Im Bau des früheren Archäologischen Museums
  • Museum der Olympischen Spiele - Kleines Privatmuseum zur Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit
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