Der Antiatlas ist eines der ältesten Gebirge Afrikas. Seine Gipfel ragen bis in 3700 m Höhe. Während die Südflanke gegen die Sahararegion hin weitgehend karg und trocken ist, wird das Gebirge im Norden von der fruchtbaren Sous-Ebene und im Westen durch den Ozean mit der Tiefebene um Agadir begrenzt.
Vom milden Atlantikklima begünstigt, findet man in höheren Lagen kühle Bergwälder vor, während im «Sous» weitläufige Pflanzungen von Getreide, Oliven, Eukalyptus, Zitrusfrüchten, Gemüse und Obst die Landschaft prägen. Zentrum der Region ist Taroudant, ehemals Ausgangspunkt der Karawanen nach Westafrika. Weitere interessante Ausflugsziele liegen etwa entlang der Küstenstrasse in Richtung von Sidi Ifni oder in den Bergen um Âit Baha oder Ifrane. Besonders erwähnenswert ist auch die Gegend von Tafraoute mit ihren traditionell rot bemalten Häusern.
Reiseinformationen Antiatlas
Anreise
Ausgangspunkt für den Anti-Atlas ist Agadir. Die Anreise mit dem Auto beträgt zwischen 5½ Std. und maximal 7 Std. Die Region wird auch regelmässig mit den effizienten Überlandbussen von CTM bedient.
Aktivferien
Zusammen mit einem auf Aktivferien spezialisierten Reisebüro in Marrakesch bieten wir interessante, abenteuerliche Wander- und Trekkingtouren sowie Landroversafaris in der Region Anti-Atlas an. Die 24-tägigen Kurzprogramme sind so angelegt, dass auch Teilnehmer/-innen ohne grosse «Bergerfahrung» dabei sein können.
Antiantlas - eines der ältesten Gebirge Afrikas
Mirleft
Als Oase der Ruhe und Geheimtipp gilt dieser charmante Fischerort (ca. 2500 Einw.) auch heute noch. Er liegt ca. 140 km südlich von Agadir an einem palmengesäumten Flussbett und weist im Ort selber, aber auch in der Umgebung schöne, breite Sandstrände auf. Ideal, um 12 Tage auszuspannen. Gutes Surfrevier mit starker Brandung.
Ouled Berhil
Kleiner Marktflecken knapp 50 km östlich von Taroudant. Von hier aus führt die Route über den fast 2100 m hohen Tizi-n-Test nach Marrakesch, durch die fruchtbare Sous-Ebene nach Agadir oder in östlicher Richtung zum Tor des Südens, Ouarzazate.
Taroudant
Die Hauptstadt der Sous-Region (160000 Einw.) liegt inmitten fruchtbarer Obstgärten, Weinfelder und Olivenhainen. Eine imposante Lehmmauer mit fünf Toren umgibt die Stadt, deren Souks zu den attraktivsten im Land gehören. Dort tauchen die Besucher ein in eine Welt der Düfte und Klänge. Die Stadt ist besonders bekannt für ihre wohlriechende Pfefferminze. Strassencafés laden zum Verweilen ein und wer Lust zum Feilschen hat, wird sich bei der Vielzahl von Pfefferminzhändlern, Teppichwebern und Kunsthandwerkern nicht langweilen.
Tiznit
Etwa 50 km südlich des Nationalparks «Sous-Massa» mit seinen Antilopen, Gazellen, Straussen und Flamingos, in einer Trockensteppe gelegene Wüstenstadt mit ca. 80000 Einw. Sie ist von einer mächtigen roten Lehmmauer mit 36 Türmen und 9 Toren umgeben und im ganzen Land berühmt für den besonders kunstvollenSilberschmuck, der hier hergestellt wird. Erwähnenswert sind die Medina, die Grosse Moschee mit dem markanten Minarett sowie der Hauptplatz, unter dessen Arkadengalerien sich viele interessante Handwerkerläden befinden.
Sidi Ifni
Der etwas verschlafen und malerisch wirkende Fischereihafen (15000 Einw./170 km südlich Agadir) vermittelt das Bild einer spanischen Kleinstadt. Bis 1969 war «Ifni» der letzte Vorposten zur spanischen Kolonie «Rio de Oro», der heutigen, von Marokko besetzten Westsahara. Lange Sandstrände (gute Surfmöglichkeiten), sorgsam renovierte Art-Déco Gebäude und schöne Parks prägen das schmucke Ortsbild.
Tafraoute
Die auf knapp 1000 m Höhe gelegene Bergoase liegt etwa 170 km von Agadir entfernt. Bekannt ist der Ort für seine Mandelpflanzungen und die ausserordentlich freundliche Bevölkerung. Die Umgebung von Tafraoute gilt als eine der schönsten in ganz Marokko. Man kann hier tagelang unbeschwert durch die Berge streifen, wandern, trekken, bergsteigen und auf individuelle Entdeckungsreisen gehen.
Immouzzer
Beliebter Ausflugsort, 60 km nördlich von Agadir. Die Strasse nach Immouzer (La route du miel) schlängelt sich hinauf durch die liebliche und bwechslungsreiche Landschaft des «Paradise Valley», vorbei an Palmenhainen, Oleandern, Mandelbäumen und Bergwäldern, bis sie vor den «Cascades», den berühmten Wasserfällen auf 1000 m Höhe endet. Sehr schöner und ruhiger Etappenort, weitab aller Hektik.
Tata
Sympathische Wüstenoase auf 950 Metern Höhe. Sie wird aufgrund ihrer Lage sehr wenig von TouristInnen besucht. Die Bevölkerung von rund 40000 Einw. besteht zu einem guten Teil aus Chleu-Berbern (sprich: Schlööh). Sie kleiden sich in blaue Indigostoffe und werden deshalb oft mit den Tuareg verwechselt. Bemerkenswert sind die vielen Arkadengänge, welche die Häuserfronten zieren und die hübschen Palmengärten im Umkreis der Oase.

