Jede der neun Inseln ist eine kleine Welt für sich. Die Inseln des «Grupo Oriental» umfassen São Miguel und Santa Maria
Die Inseln der Grupo Oriental
São Miguel
Ponta Delgada, die Hauptstadt São Miguels mit ihren weissen Herrenhäusern, Kirchen und Klöstern, ist der richtige Ort, um in die faszinierende Welt der Azoren einzutauchen. Die Landschaft der Insel ist äusserst vielfältig mit türkisfarbenen Kraterseen, brandungsumtosten Klippen, grünen Weiden und tiefschwarzen Lavaströmen. Sehenswert ist der Krater Sete Cidades im Westen der Insel; im Norden können Sie die letzte Teeplantage Europas besichtigen; im Osten lassen die steil abfallenden Klippen Ihren Atem stocken, im Süden locken Sandstrände und im Inselinnern können Sie sich im heissen Thermen von Furnas perfekt entspannen.
Land und Leute
São Miguel ist die grösste, bevölkerungsreichste und touristisch besterschlossene Insel der Azoren. Kaum ein Besuch der Azoren führt an der Ilha Verde vorbei. Auch heute werden noch Mais und Hülsenfrüchte, Tabak und Wein angebaut. Und noch eine Frucht ist aus São Miguel nicht wegzudenken: die Ananas. Im Nordosten wird auf Europas einziger Teeplantage ein hervorragender Tee kultiviert und in den Hochlagen weiden Kühe. Trotzdem verfügt São Miguel auch über eine Industrie; rund um Ponta Delgada gibt es Brauereien, Tabakverarbeiter, Konservenfabriken und eine Zementfabrik.
Essen und Trinken
In Ponta Delgada finden Sie eine Reihe von Restaurants mit internationaler Küche. In den Dörfern dominieren jedoch Lokale mit der typischen Küche der Azoren viel Fisch und Rindfleisch sowie Gemüseeintöpfe.
Sport und Freizeit
São Miguel bietet neben herrlichen Badestränden ausgiebige Möglichkeiten zum Wandern. Es steht eine grosse Auswahl an Wanderwegen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zur Verfügung. Dem Aktiven wird viel geboten: Auf der Insel gibt es Tennisplätze sowie die Möglichkeit zum Windsurfen, Segeln und Tauchen.
Santa Maria
Sonne pur, ein angenehmes Klima selbst im Winter , Wassertemperaturen, bei denen man nicht fröstelt, und der urige Charakter sind nur einige Vorzüge der Insel. Santa Maria ist rund 97 km² gross und der Tourismus ist weniger ausgeprägt als auf anderen Azoren-Insel, obwohl Santa Maria direkt aus Lissabon zu erreichen ist.
Land und Leute
Heute leben in den noch immer typischen Bauerngemeinden noch gut 5'500 Menschen. Sie züchten Rinder und leben von der Landwirtschaft, denn Industrie gibt es auf Santa Maria kaum und Touristen nur wenige. Das wahre Kleinod der Insel ist die Landschaft. Der Boden ist hier so fruchtbar wie sonst auf keiner Azoren-Insel. Es gibt Weingüter, Palmen und Melonenplantagen.
Essen und Trinken
Die typischen Speisen auf Santa Maria unterscheiden sich nicht sonderlich von denen auf den anderen Azoren-Inseln und es gibt zahlreiche Fisch- und Fleischgerichte. Auf Santa Maria wird auch Wein angebaut, durch die steilen Hänge ist der Anbau jedoch beschwerlich. Der Wein wird daher nicht kommerziell vertrieben. Ein Teil der Trauben wird auch zu Likör verarbeitet.
Sport und Freizeit
Wer nach Santa Maria kommt, sucht gewöhnlich eher die Ruhe. Die Insel ist gut erschlossen und es gibt, wie auf den andern Inseln, auch hier viele Kirchen, Kapellen, Forts, Herrenhäuser und eindrucksvolle Bauwerke im barocken Baustil. Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehören die Lava höhlen von Anjos und Pombas, die Pfarrkirche in der Hauptstadt Vila do Porto und sicher die Windmühlen. Von den zahlreichen Aussichtspunkten können Sie die Landschaft geniessen und in die schönen Buchten hinabblicken. Zu den eindrücklichsten Aussichtspunkten zählen die Miradouros von Fontinhas, Lagoinhas und Espigao. Auf Santa Maria finden Sie aber auch lauschige Badebuchten, welche mit dem für die Azoren untypischen hellen Sand locken.
