Eine Kreuzfahrt auf dem Nil sollte fester Bestandteil Ihrer Ägyptenreise sein. Der längste Fluss der Welt durchquert auf seinem Weg vom Viktoriasee zum Mittelmeer 6'680 km des afrikanischen Kontinents. Seine Magie ist ungebrochen: Unglaubliche Schätze und Tempelanlagen links und rechts des Flusses, aber auch Ruhe, Landschaft, Wind und immer wieder einmal ein paar Kinder am Ufer, die zu den vorbeifahrenden Schiffen hinüberwinken.
Der Nassersee wird mit einer Fläche von 5'250 km² nicht zu Unrecht Nubisches Meer genannt. Südlich davon befindet sich Abu Simbel mit seiner gigantischen Tempelanlage von Ramses II. Diese Reisen auf dem Wasser sind die ultimativen Behandlungen für Körper, Geist und Seele. Kommen Sie an Bord!
Reiseinformationen Nilfahrten und Nassersee
Edfu
In der kleinen Stadt Edfu, ca. 100 km südlich von Luxor, befindet sich einer der besterhaltenen Tempel aus dem 3. Jh. v. Chr.. Er war dem falkenköpfigen Gott Haroeris geweiht, seiner Gattin Hathor und deren Sohn Harsomotos. Auf dem riesigen Pylon sind Reliefs und Inschriften von König und Königin bei der Opferung abgebildet.
Kom Ombo
Der Doppeltempel ist in Ägypten wohl einmalig. Er befindet sich 50 km von Assuan entfernt, direkt am Ufer des Nils. Die Anlage war dem Krokodilgott Sobek und dem falkenköpfigen Haroeris gewidmet. Durch Hof, Säulensaal und Vorsäle gelangt man in die beiden Allerheiligsten. Besonders beeindruckend sind die farbigen Reliefs mit Darstellungen des Kaisers Tiberius.
Assuan - Kitchener-Insel
Die einst von Lord Kitchener angelegte Pflanzeninsel ist heute ein Botanischer Garten mit vielerlei exotischen Pflanzen aus aller Welt. Ein Besuch im Anschluss an eine romantische Felukkenfahrt auf dem Nil ist empfehlenswert.
Assuan - Philae-Tempel
Der Isis-Tempel wurde einst von den Fluten des Staudamms gerettet und auf die Insel Agilkia versetzt. Übergrosse Wandreliefs auf den Eingangspylonen zeigen den ptolemäischen König und die Götter Isis, Haroeris und Hathor. Durch den zweiten Pylon, den König, Isis und Haroeris darstellend, erreicht man die Säulenhalle und das Allerheiligste. Neben dem Haupttempel wurde ein weiterer Tempel zu Ehren von Hathor, der Göttin der Musik, des Tanzes und der Liebe, erstellt. Eine eindrückliche Ton- und Lichtschau zeigt dem Betrachter die Schönheit der Anlage bei Nacht.
Assuan - Hochdamm
Der Assuan Hochdamm ist eines der grössten technischen Bauwerke Ägyptens. Er liegt 10 km südlich des Staudamms und wurde 1971 eingeweiht. Der dadurch entstandene Nassersee hat eine Speicherkapazität von 164 Mrd. m3 und ist 5'250 km2 gross. Wegen der Erhöhung des Wasserspiegels mussten damals zahlreiche Monumente gerettet werden, so der Philae-Tempel und der Abu Simbel, das bekannteste Baudenkmal.
Unvollendeter Obelisk
Südlich von Assuan liegen mehrere alte Steinbrüche aus der Pharaonenzeit. Dort befindet sich der unvollendete Obelisk. Er wurde wegen mehrerer Risse im Gestein nie fertig gestellt. Mit einer Höhe von 42 m und ca. 1'168 Tonnen Gewicht wäre er einer der gewaltigsten Obelisken geworden. Der Steinbruch vermittelt einen guten Eindruck davon, wie die altägyptischen Arbeiter die Granitblöcke bearbeiteten.
Nassersee - Wadi El Seboua
Der ursprüngliche Standort des ramessidischen Tempels lag rund 2 km entfernt. Er war den Göttern Amun, Re-Harachte und dem Pharao Ramses II geweiht. Mächtige, löwenköpfige Sphingen liegen vor dem Eingangspylon. Die direkt aus dem Felsen gearbeitete Säulenhalle wurde in christlicher Zeit in eine Kirche verwandelt. Reste der Fresken sind noch erhalten.
Nassersee - Kasr Ibrim
Die Ruinen, die sich als einzige noch am selben Ort befinden, erheben sich auf einer Insel. Unter den Überresten einer Festung aus der ptolemäisch-römischen Zeit fanden sich Mauern einer der Jungfrau Maria geweihten Kathedrale und Blöcke eines Tempels aus dem 7. Jh. v.Chr.. Besonders interessant sind die zahlreichen altnubischen und arabischen Schriftrollen.
Gut zu wissen
Allgemeines
Die Nilschiffe sind schwimmende Hotels, mit komfortablen und klimatisierten Kabinen. Die grüne Uferlandschaft und die steinernen Sehenswürdigkeiten trösten sicher sehr leicht darüber hinweg, dass die Kabinen etwas enger sind als Hotelzimmer mit festem Boden. Die technischen Einrichtungen des Schiffes (Schiffmotors, Stromgeneratoren) verursachen Geräusche und bisweilen auch Lärm, welche je nach Lage der Kabinen und persönlichem Empfinden auch störend wirken können. Die Anlegestellen sind wegen des starken Schiffsverkehrs auf dem Nil oft überfüllt. Deshalb kann es vorkommen, dass Ihr Schiff ausserhalb der Stadtmitte anlegen muss oder mit mehreren Schiffen zusammen vertäut werden muss. Auf die Kabinenzuteilung haben wir keinen Einfluss.
Mahlzeiten
Während der Nilfahrten Vollpension, beginnend mit dem Mittagessen am ersten Tag, endend mit dem Frühstück am letzten Tag.
Kleidung
Tagsüber sportlich und bequem, abends sportlich elegant (kein Krawattenzwang). Warme Kleidung für die zum Teil kalten Nächte während der Winterzeit.
Trinkgelder
Es ist üblich, dem Schiffspersonal sowie den Fahrern und Führern ein Trinkgeld zu geben. Empfehlung:
total ca. CHF 5.- pro Tag und Reiseteilnehmer. Der Reiseführer zieht diesen Betrag am ersten Tag ein und übernimmt die richtige Verteilung.
Esna-Schleuse
Je nach Auslastung der Schleuse kann es zu Wartezeiten bis zur Abfertigung kommen. Um diese zu verringern werden vereinzelt Teilstrecken mit dem Bus zurückgelegt.
Programm
Änderungen der Tagesetappen der Schiffe damit verbundene Programmänderungen vorbehalten.
Nassersee - Abu Simbel
Die mehr als 3'000 Jahre alte Tempelanlage von Ramses II liegt 280 km südlich von Assuan. Gigantisch wirken die vier Sitzfiguren am Eingang des grossen Tempels. Im Innern befinden sich zwei Pfeilerhallen, deren Wandbilder Ramses II verherrlichen. Der nabenliegende Hathor-Tempel wurde für Ramses' Gemahlin Nefertari errichtet. Seit 1968 stehen die beiden Tempel 200 m weiter landeinwärts und 60 m höher, nachdem sie wegen des Staudammbaus in Blöcke zersägt und in dreijähriger Arbeit Stein für Stein versetzt wurden.
Kalabscha - El Amada-Tempel
Der aus der Römerzeit stammende Kalabscha-Tempel, in nächster Nähe des Hochdamms, stand ursprünglich auch 50 km weiter südlich. Der Tempel war dem nubischen Gott Mandulis geweiht. Der El Amada-Tempel wurde von Thutmosis III für die Götter Amun-Re und Re-Harachte erbaut. Die bemalten Reliefs, die verschiedene Pharaonen vor den Göttern darstellen, haben sich unter den in christlicher Zeit angebrachten Putzschichten gut erhalten.
