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Córdoba - Stadt der Mezquita

Córdoba - Stadt der Mezquita

Die ruhmvolle Stadt am Rio Guadalquivir sollten Sie unbedingt als Station in Ihre Andalusien-Reise einbauen. Einst bewunderte Metropole des mächtigen Kalifats, präsentiert sich Córdoba heute als ruhige Provinzhauptstadt.

Die verwinkelten Gassen der Altstadt, kleine, lauschige Plätze, blumengeschmückte Fenster und liebevoll dekorierte Patios verleihen ihr ein besonderes Cachet. Die herausragendste Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt ist zweifelos die Mezquita, historische Hauptmoschee mit 856 Säulen im Innenbereich. Wie auch die Alhambra in Granada gehört die Mezquita zu den eindruckvollsten Kulturzeugnissen der gesamten islamischen Welt.

Córdoba - maurisches Kulturerbe

Geschichte

Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück. Sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe soll Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.

Nach der Zerstörung durch die Vandalen blieb Córdoba Teil des Westgotenreiches (Tolosanisches Reich). Von 554 bis 571 gehörte es zum Byzantinischen Reich. Nach der Rückeroberung durch die Westgoten 572 verlor es an Bedeutung und verfiel zusehends. 711 wurde die Stadt von den Arabern eingenommen und war bereits ab 716 die Hauptstadt des islamischen Emirats in Al-Andalus.

Im 10. Jahrhundert lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba, das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten meistens friedlich zusammen.

Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst die maurische Dynastie der Djahwaniden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurden. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastien der Almoraviden und dann der Almohaden. Im Jahre 1236 wurde Córdoba im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert (Fall von Córdoba).

Sehenswürdigkeiten

  • Die Mezquita de Córdoba ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Der Emir Abd ar-Rahman I. begann 785 mit dem Bau einer Moschee, die mit einer Ausdehnung von 23.000 m² heute noch die drittgrößte der Welt ist. Etwa 860 Marmorsäulen in parallelen Reihen tragen jeweils zwei übereinanderliegende Bögen und bewirken so ein besonderes Spiel von Licht und Schatten. 1236, im Jahr der Rückeroberung durch die Christen, wurde die Moschee zur christlichen Kathedrale geweiht. In ihrer Mitte baute man ab 1523 über 234 Jahre hinweg ein gewaltiges Kirchenschiff im Stil der Renaissance.
  • Die Römische Brücke führt über den Guadalquivir.
  • Der «Alcázar de los Reyes Cristianos» ist eine große Schlossanlage mit Garten.
  • Die Palastruine Medina Azahara befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt, ca. 8 km westlich.
  • Die Judería ist die Altstadt, in der früher die Juden und Araber lebten. In ihren engen Gassen finden sich zahlreiche gastronomische Angebote und die letzte von 300 Synagogen, die durch die christliche Reconquista nach der Vertreibung der Juden und Muslime nicht zerstört wurde.

Tipps vom Spezialisten

Palaststadt

8 km westlich von Córdoba in Richtung Sevilla, 3 km abseits der Hauptstrasse A 431, liegt Medina Azahara; hier haben Ausgrabungen die Überreste einer reichen, ab 936 vom Omaijaden-Kalifen Abd ar-Rahman III. erbauten Palaststadt freigelegt. Das Juwel der Grabungsstätte ist der prächtige Wohnraum mit wunderschönem steinernem Dekor aus pflanzlichen und geometrischen Motiven. Der kleine Umweg lohnt sich bestimmt!

Feria

Mitte Mai wird traditionsgemäss der Wettbewerb der schönsten blumengeschmückten Kreuze, Patios, Fenster, Gassen und Plätze veranstaltet. Danach findet Ende Mai die grosse Feria statt, ein Jahrmarkt mit Festivitäten von riesigem Ausmass.

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